Partnerschaftsthemen

Wenn es «alltäglich» wird

Das Thema Partnerschaft ist ein wichtiges und alltägliches Thema, welches praktisch jeden von uns betrifft. Wie ein Fisch im Wasser, welcher seine Umgebung gar nicht mehr bewusst wahr nimmt, sind wir in Beziehungen eingebunden, welche wir genau so alltäglich betrachten wie der Fisch.

Erst wenn der Fisch aus dem Wasser genommen wird, oder strandet, wird ihm seine Situation schmerzhaft bewusst. Der Vergleich hinkt natürlich, da wir eine Partnerschaft nicht wie die Luft zum atmen benötigen. Da wir jedoch soziale Wesen sind und ein soziales Zusammensein eine Bereicherung für uns darstellen kann, ist es einer der zentralsten Themen von Menschen.

Vernachlässigtes Urvertrauen

Wir sind bis zur Geburt und auch danach an unsere Mutter gebunden und jede Trennung kann auf uns traumatisierend wirken. Jede Vernachlässigung hinterlässt spuren und die Erziehungsmethoden von einst sind nicht gerade das, in welcher Kinder ein Urvertrauen und Selbstvertrauen entwickeln konnten, welches ihnen einen guten Start ins Leben ermöglichte.

Wenn wir die Urgemeinden zum Beispiel in Afrika beobachten, so tragen die Mütter die Kinder noch 2 Jahre mit einem Wickeltuch direkt am Körper mit sich herum. Sie verrichten alltägliche Arbeiten und auch wenn es rüttelt und schüttelt, fühlen sich die Kinder wohl, so nahe bei der Mutter. So entwickelt und verfestigt sich das Urvertrauen.

In unserer Kultur wurde den Müttern beigebracht, die Kinder nachts in ein entferntes Bettchen zu legen und sie schreien zu lassen, bis sie Ruhe geben. Da dies meistens nicht so einfach gelingt, muss man sich einmal in das Bewusstseins eines solchen kleinen Erdenkindes hinein denken. Es muss ja davon ausgehen, dass die Mutter gestorben, entführt oder abgehauen ist.

Die Zeit des «klein haltens»

Auch in der Schule und in der Berufsausbildung werden wir in der Regel gemoppt, gefoppt und wenn möglich klein gemacht, sei es von Mitschülern, Lehrern und Lehrmeistern und je nach dem von unseren eigenen Eltern. Nach der gängigen Lehrmeinung soll uns das auf das harte Leben vorbereiten, damit wir später damit besser umgehen können.

Mag sein, dass dies für ein paar Wenige eine gute Schule war und sie dadurch schon früh lernten damit umzugehen. Aber die meisten von uns haben tiefe Wunden, welche nur sehr langsam oder gar nicht heilen. Die Ängste, die Niedertracht und der raue Umgang untereinander sind immer noch präsent und lassen sich nicht so einfach abschütteln.

Diese Methoden eignen sich hervorragend, um solche Themen anzusprechen und nach und nach aufzulösen. Im Körper sind diese Traumas, die Scham und die Schuldgefühle immer noch gespeichert und werden durch den Alltag immer wieder erneut angetriggert. So werden wir die Schuldgefühle und die Scham nie los, da sie indirekt immer wieder aufs Neue bestätigt wird, unabhängig davon ob wahr oder unwahr. Befreie dich davon.